Konstantina Belouli & Nathalie Krügel von Praxis Binzallee

Eine ein- oder beidseitige Vergrösserung der männlichen Brustdrüse wird als Gynäkomastie bezeichnet. Sie tritt in der Regel in der Pubertät oder im frühen Erwachsenenalter auf und sollte hormonell abgeklärt werden. Die Ursache ist meist eine Wucherung des Fett- und Drüsengewebes, nur in extrem seltenen Fällen ist ein Tumor dafür verantwortlich. Die Brustvergrösserung führt bei den Betroffenen oft zu einer starken seelischen Belastung und einer Einschränkung der Lebensqualität. Die Entfernung der vergrösserten Brustdrüse und, wenn erforderlich, das zusätzliche Absaugen des überschüssigen Fettgewebes, reharmonisiert die Körperkontur.

 

Eingriff

Der Eingriff wird stationär in Narkose durchgeführt.

Wir entfernen über einen kleinen Schnitt um den Brustwarzenhof die vergrösserte Brustdrüse und das überschüssige Fettgewebe und formen die Brust neu. Gelegentlich müssen wir eine Drainage einlegen, welche nach einem Tag wieder entfernt werden kann.

Nach dem Eingriff wird für 4 bis 6 Wochen eine Kompression durch spezielle Verbände angelegt. Dank Verwendung von resorbierbaren Fäden erübrigt sich die Fadenentfernung. Sportliche Aktivitäten wie Joggen und Reiten sollten Sie während 2 bis 4 Wochen vermeiden.

 

Nachwirkungen

Gefühlsstörungen im Bereich der Brustwarze sind selten, bessern aber in den meisten Fällen im Lauf der Zeit wieder. Mögliche Nachblutungen, Infektionen und unschöne Narben können behandelt werden.